Nachgekocht: Quarknudeln

Diesmal habe ich ein Nudelrezept nachgekocht, welches ich von der tollen Leserin Gudrun Kürten bekommen habe. Sie hat mir von einem alten ostpreußischem Rezept für Quarknudeln erzählt, die sie mit nur wenig Abwandlung in eine kohlenhydratarme Version umgewandelt hat.

Es klang alles sehr interessant, vorallem habe ich noch nie von diesen Quarknudeln gehört. Ich habe auch versucht etwas mehr darüber herauszufinden, aber das Netz war nur voll mit Nudelaufläufen die mit Quark versetzt waren. Also wirklich mehr habe ich dadurch nicht rausgefunden.

Aber dadurch, dass man nicht viele Zutaten benötigt, war es ausgezeichnet für einen Sonntag. Denn an dem Tag klafft in unserem Kühlschrank oft eine Lücke. Aber Quark, Eier und Guarkernmehl haben wir eigentlich immer im Haus. Also habe ich mich einfach mal an das Rezept für die Quarknudeln gewagt.

Gudrun hat mir diese Mengenangangen aufgeschrieben:

Da ich aber nur 250 g Magerquark im Haus hatte, habe ich das Rezept dann mit etwas weniger Quark umgesetzt. Benötigt habe ich dann 4 EL Guarkernmehl plus zusätzliches Guarkernmehl zum Ausrollen. Zum Süßen habe ich Xucker benutzt.

Und die Quarknudeln gehen so:

Die Eier mit dem Quark, der Süße und dem Guarkernmehl vermengen. Wichtig ist, dass ein zäher aber dennoch fester Teig entsteht. Dann 10 Minuten ruhen lassen.

Wenn der Teig dann noch zu sehr klebt, noch etwas Guarkernmehl hinzugeben. Anschließend auf einer „bemehlten“ Fläche ausrollen. Ich empfehle da wie oben schon geschrieben noch etwas Guarkernmehl und eine Silikonmatte. Der Teig muss richtig dünn ausgerollt werden. Dann in Streifen schneiden. (Oder eben in die gewünschte Form.)

Nun Salzwasser zum kochen bringen, und bei Bedarf noch etwas Öl ins Wasser geben. Kurz aufkochen lassen. Wenn die Nudeln oben schwimmen sind sie schon fertig. Aber vorsicht, das geht wirklich fix. Ich empfehle die Soße schon vorher zuzubereiten.

Die Nudeln gut abtropfen lassen und gleich servieren.

Mir ist nämlich aufgefallen, dass die Nudeln recht weich sind, daher kleben sie schnell zusammen.

Aber wie schmecken sie denn nun?

Ich war ja am Anfang interessiert aber auch gleichzeitig skeptisch wie die Quarknudeln schmecken. Ich muss zugeben, dass ich etwas Angst hatte, dass sie sehr quarkig schmecken. Aber das ist garnicht so. Die Nudeln haben den Geschmack und auch das Mundgefühl von der kohlenhydratreichen Variante. Das ist wirklich super. Natürlich ist der Aufwand größer, wie wenn man sie einfach nur getrocknet in den Topf gibt, aber ich finde das ist ähnlich wie bei den Spätzle. Man weiß das Selbstgemachte einfach mehr zu schätzen. Die Menge hat für 2 Portionen gereicht. Allerdings haben wir nur eine Käse-Sahne-Soße dazu gegessen. Ich denke als Beilage reicht die Menge auch für 4 Portionen.

Allerdings werde ich eine Sache das nächste Mal anders machen. Ich werde in den Teig noch etwas Salz geben. Denn das einzige Manko war, dass sie etwas Fad waren.

Aber ich weiß jetzt schon, dass ich mit dem Rezept noch das ein oder andere Gericht kreieren werde.

Darum möchte ich mich hiermit nochmal bei Gudrun bedanken. Das Rezept ist wirklich super und meine Kreativität schlägt gerade Purzelbäume in meinem Kopf.

 



48 thoughts on “Nachgekocht: Quarknudeln

  1. Vielen Dank fürs Teilen dieses Rezeptes! 🙂 Ich habe sie heute nachgekocht und war auch wie du zu Beginn skeptisch, ob das was wird. Aber ich muss sagen, ich bin total positiv überrascht. Beim nächsten Mal werde ich versuchen, damit eine Lasagne zu machen. Mal schaun, ob das dann was wird und wie die „Nudel“blätter dort schmecken 🙂

    1. Hallo Waltraud,

      an Lasagne-Platten habe ich auch schon gedacht. Berichte doch mal wie es geklappt hat. Mich würde es wirklich sehr interessieren.
      Liebe Grüße

      Diana

  2. Hallo, habe gerade das Rezept als Anregung genommen. Da ich keine Probleme damit habe, habe ich 4 El. Gluten und dafür nur wenig Guarkernmehl genommen. Warum soll da eigentlich „ Süße“ rein? Nudeln enthalten doch auch keinen Zucker… Ich habe eine Prise Salz genommen stattdessen.
    Bin gespannt, was draus wird… Ich werde den Teig durch die Spätzlepresse jagen.

  3. So, jetzt haben wir die Nudeln probiert. Sie sind sehr labberig und schmecken sehr nüchtern. Ich glaube, ich muss noch ein Bisschen mit den Zutaten üben…

    1. Hallo Ulrike,

      wie ich ja extra vermerkt habe, habe ich das Rezept selbst nur nachgekocht. Im Rezept stand auch schon in der „Urversion“ Zucker. Ich könnte mir vorstellen, dass es den Quark neutralisiert. Ich habe es auch nochmal ohne Xucker versucht und durch die Spätzles-Presse gedrückt. Wirklich überzeugt war ich da auch nicht. Weil die „Spätzle“ zu weich und vom Geschmack „Naja“ waren. Die flachen Band-Nudeln waren da aufjedenfall besser. Aber ich wünsche dir noch viel Erfolg beim Tüfteln.
      Liebe Grüße

      Diana

      1. Da es ein ostpreußisches Rezept ist, vermute ich dass es gewollt ist, dass die Nudeln süß sind. Deswegen auch bewusst Zucker als Rezeptzutat. Süße Nudeln gibt es ja auch in anderen traditionellen Küchen. Das ist nichts Außergewöhnliches.

  4. Hallo Diana, danke für deine Antwirt. Ich werde die Bandnudeln auch mal probieren, vielleicht sind die eher was für uns…
    LG Ulrike

  5. Endlich wieder Nudeln!

    Abgewandeltes Rezept:
    250gr. Quark 20%
    3 Eier
    2 Esslöffel Xucker
    Zusammenrühren und mit Salz je nach Geschmack abschmecken

    4-5 Esslöffel Guarkernmehl von Arche
    Zugeben und ausrollen – oder nach Geschmack formen – ich habe in Ermangelung eines Nadelholzes – Knöpfle gemacht.
    Ich werde nächstes Mal ein wenig Muskat zugeben.

    Mit etwas Butter angebaten mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

    Danke für das Rezept!

  6. Huhu!
    Gibt es etwas was ich anstatt Guarkernmehl verwenden kann? Ich hab Flohsamenschalen, Mandelmehl und Sojamehl im Haus…

    1. Hallo,

      ich denke Johannisbrotkernmehl wäre noch eine gute Alternative. Von deinen drei Varianten rate ich am ehesten zu den Flohsamenschalen, kann aber nicht garantieren, dass es funktioniert.

  7. Hallo, hat jemand lasagne damit versucht?
    Weil das würde mich auch interessieren. Habt ihr die Nudeln wie o.g. als Platten zubereitet und dann warm in den Auflauf? Oder auskühlen lassen? Oder roh?

    Danke für Antworten

    1. Hallo Sifa,
      ja, ich habe erst vor Kurzem eine Spargellasagne gemacht. Dafür habe ich die Platten roh in den Form gelegt.

      Liebe Grüße

  8. Also der Teig eignet sich glaube ich nur für Spätzle, ich habe es mit 250 g Quark, 2 Eiern und 10(!!!!!!) EL Gluten versucht…
    Mit Gluten bekommen sie zwar den Nudelgeschmack, aber so viel Gluten kann nicht wirklich gut sein 😀
    Nächstes Mal mache ich lieber weniger Gluten dran und mach dann Spätzle. Der Teig war einfach nicht in der Lage ausgerollt zu werden, deshalb brauchte ich so viel… tja, probieren kann mans ja.
    Wenn man das Kochwasser ordentlich salzt, schmeckts eigentlich ganz gut, ich habe aber auch nur 1 EL Xylit in den Teig reingemacht und ein klitzekleines bisschen Salz.

    1. Wenn man sich aber nicht ans Rezept hält kann mein Teig aber nix dafür 🙂
      Mit Guarkernmehl funktioniert es nämlich und bindet saustark.
      Liebe Grüße

  9. Ich habe die Nudeln eben gekocht und war erstaunt über die Bindekraft des Mehls. Da sie sich preislich nicht viel zu den gekauften Proteinnudeln geben, würde ich sie das nächste mal eher für Lasagne nutzen, da es hierfür noch keine Alternative gibt – dann aber ganz dünn ausrollen.

    Also hinsichtlich Geschmack & Konsistenz gut. Aaaaaber: ich habe jetzt, 30min später, unfassbare Bauchschmerzen. Und ich vertrage eigentlich alles. Von daher kann ich sie zum Austesten empfehlen, aber für mich leider: nie wieder!

    1. Hallo Madline,
      Das freut mich natürlich nicht es zu hören. Bisher bist du die erste die klagt. Aber eigentlich kann es ja nur am Guarkernmehl liegen. Ich hoffe dir geht es jetzt wieder besser.

      LG

      Diana

  10. Das Rezept finde ich sehr spannend! Ich freue mich auf Lasagne!!!
    Zu den Bauchschmerzen von Madline ist mir eingefallen:
    1. Guarkernmehl wird aus der Guarbohne gewonnen, manche Menschen haben mit Hülsenfrüchten Probleme.
    2. Vielleicht ist eine Lactoseintoleranz bisher noch nicht aufgefallen. In dem Fall würde laktosefreier Quark gut gehen!
    LG Doro

    1. Hallo Diana,

      wie du vielleicht lesen konntest habe ich das Rezept bekommen und nachgekocht. Ich habe die Süße reingemacht, weil es auch in der Urfassung war. Man schmeckt nichts von der Süße. Aber ich habe mittlerweile auch schon einen Blogbeitrag mit Bärlauch-Nudeln und eine Spargellasagne mit Lasagne-Platten aus dem Teig. Es funktioniert auch ohne Süße. 🙂

  11. Ich habe gestern (und mit dem Rest des Teiges heute) das Rezept ausprobiert. Gestern war ich noch nicht so ganz glücklich, weil das Ausrollen ein klebriges Drama war 😀 Den Rest habe ich daher durch die Späzlespresse gedrückt und mit etwas Guarkernmehl für heute eingepudert. Im kochenden Wasser haben sich die Nudeln super wieder voneinander gelöst und danach habe ich sie mit einem Stückchen Butter noch angebraten. DAS hat für mich den Unterschied gemacht. Superlecker! Nur das Putzen der Spätzlespresse war… naja… ziemlich doof 😉
    Vielleicht kann man daraus auch sowas wie Schupfnudeln machen und die nach dem Anbraten mit Zimt essen. Das könnte ich mir auch gut vorstellen.
    Jedenfalls: vielen Dank für’s Teilen dieses Rezepts! 🙂
    Viele Grüße
    Alex

  12. Hallo zusammen , hat jemand es evtl mit kokosmehl probiert?? Kokosmehl bindet auch sehr und nimmt Feuchtigkeit gut auf… ansonsten was ist Guarkernmehl und aus was wird es gewonnen? Hab nie davon gehört
    Lg vroni

    1. Hallo Vroni,

      das empfehle ich dir wirklich nicht. Kokosmehl bindet nicht annähernd wie die das Guarkernmehl. Und schmecken würde es auch nicht. Zum Thema Guarkernmehl findest du hier viele Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Guaran
      Ich nutze es viel, weil es so unheimlich gut bindet. DU findest es mittlerweile im Bioladen oder auch im Reformhaus.

      LG

      Diana

  13. von Geschmack war wircklich super, aber Nächte Tag!!!! Darm hat nicht mit gemacht ,hab trotzdem entschossen immer wieder zu machen aber mit ganz langsam
    er menge einstig ,

    1. Hallo Elena,

      das hört sich nicht gut an! Es freut mich zwar, dass es dir geschmeckt hat aber vielleicht hilft es dir, die Nudeln mit Johannisbrotkernmehl anzufertigen. 🙂 Ich hoffe dann hören die Magen-Darm-Probleme auf.

      LG

      Diana

  14. Hallo, ich habe die Nudeln heute getestet, also die Konsistenz war klasse! Allerdings schmeckten sie sehr sehr stark nach dem Guarkernmehl:( hast du da eventuell noch einen Tipp?? Ich wäre sehr dankbar! Liebe Grüße

    1. Hallo,

      viel Soße kann ich empfehlen! 🙂 Spaß bei Seite. Die Nudeln klappen auch mit Johannisbrotkernmehl. Vielleicht schmecken die dir besser.

      LG
      Diana

  15. Hi,

    ich habe noch nie einen Kommentar in einem Blog verfasst, aber diesmal bin ich begeistert und MUSS einen verfassen!

    Ich habe meinen Nudelteig mit 1 Ei, 250 g Quark (7,5%), Salz, Oregano und 4 gehäuften EL Guarkernmehl erstellt. Es wurde ein ziemlich fester irgendwie gummiartiger Teig, welcher sich super kneten und ausrollen ließ. Auch ohne Bestäuben des Brettes. Daraus liessen sich 2 Portionen Bandnudeln machen, welche sich wirklich nicht wesentlich von normalen Bandnudeln unterscheiden. Toll! Dieser Teig ist auf jeden Fall auch mit einer Nudelmaschine zu bearbeiten.Ich denke, ich hatte im Verhältnis eher viel Guarkern drin.

    Danke und weiter so!

  16. Hallo, leider habe ich kein Guarkernmehl mehr. Hat jemand es schon mit Konjakmehl versucht?
    Das bindet auch wie Hulle und ist von den Eigenschaften (meines Wissens nach) sehr ähnlich…

  17. Hallöle- sa bonn ich wieder;)
    JA- Konjakmehl klappt. Mengen ähnlich wie Guarkernmehl. Eventuell nen tick mehr (1/2EL) kommt aber wahrscheinlich auch auf die Feinheit des Mehls an.
    Genau wie beim Guarkernmehl würde ich sagen Achtung beim Verzehr größerer Mengen. Besonders wenn man es nicht gewohnt ist.
    Hatte 200g Magerquark, 2 Eier (L), 8g Salz und 15-20(?) g Parmesan- diesen geriebenen genommen.
    Die Nudeln waren schön würzig. Den Käse hat man kaum raus geschmeckt…
    Vielen Dank für die tolle Inspiration.
    Liebe Grüße

  18. ich habe die nudeln mit konjakmehl gemacht und frisch schmecken die ganz lecker. schlau wie ich bin, habe ich noch ne extraportion gemacht und diese dann im dörex getrocknet, damit ich diese nicht jedesmal frisch machen muss.

    und dann kam der schreck heute: wasser aufgekocht, getrocknete nudeln rein und gekocht und gekocht … die dinger wurden aber nicht weich, waren gummig und zäh.

    habt ihr gleiche erfahrungen gemacht … was habe ich falsch gemacht?

    lg Richi

    1. Hallo Richi,

      ich habe die Nudeln bisher nur, wie im Rezept angegeben, mit Guarkernmehl gemacht. Da hat es bisher immer super funktioniert. Vielleicht liegt es also am „falschen“ Mehl.

  19. Hallo, ich musste ein wenig bei dem Rezept schmunzeln. Ich habe ein Rezeptheft für verschiedene Spätzle und wenn man das mit „normalen“ Mehl macht, dann ist das genau das Rezept für die Quarkspätzle 😀
    Ich verfeinere meine gerne je nach Soße mit
    – Oregano, Basilikum
    Oder
    – frisch geriebenem Parmesan
    Manchmal auch mit allem zusammen.
    Was bestimmt auch gut geht ist eine ordentliche Portion Tomatenmark…
    Lg

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