Nachgekocht: Rettich als Kartoffelersatz

Ich habe mir in der vergangenen Woche einen weißen Rettich gekauft der die Größe eines Baseballschlägers hatte. Er war sehr günstig und sah zu dem auch noch gut aus. Bisher bin ich immer an den Rettichen vorbei gelaufen, weil ich als Kind keine angenehmen Erfahrungen damit hatte.

Aber diesmal wollte ich einfach mal was Neues ausprobieren. Ich muss gestehen als ich Zuhause ankam wusste ich noch nicht so recht was ich nun damit anstelle. Aber nachdem ich ein bisschen gegoogelt habe, bin ich auf das Video von lowcarbgoodies.at und lowcarb-Ketogen.de gestoßen. Daniela Pfeifer erklärt dort wie sie aus einem Rettich ihren Kartoffelersatz macht. Eigentlich ganz banal und einfach.

Darum verlinke ich hier das Video:

Das Rezept hat mir gefallen. Einfach den Rettich schälen und klein schneiden. Dann Salzwasser aufsetzen und etwas Kurkuma für die Farbe hinzugeben und zum Kochen bringen. Dann den Rettich darin, mit ausreichend Wasser und ohne Deckel gar kochen.

Danach das Wasser abschütten und nochmal würzen.

Beim Geschmack war ich dann gespannt. Da ich nach einem langen Arbeitstag eigentlich keine Lust hatte noch einen großen aufwendigen Braten aufzutischen, habe ich mir einfach dazu Bratwürste gemacht und mit etwas Ketchup gegessen. Ich weiß das mit dem Ketchup ist jetzt für den ein oder anderen nicht so lecker, aber mir hat es geschmeckt. Ihr könnt auch gerne einen Kräuterquark dazu servieren.

Allgemein muss ich sagen dass ich sehr positiv vom Rettich überrascht war. Er hatte frisch tatsächlich etwas von einer Kartoffel. Die Konsitenz ist leicht anders aber ich denke das liegt einfach an der fehlenden Stärke. Aber denoch nicht schlecht und ein angenehmer, nicht scharfer Geschmack, der auch gut gesättigt hat.

Da ich ja oben schon erzählt habe, dass der Rettich ungefähr so groß wie ein Baseballschläger war, habe ich natürlich noch Reste gehabt. Ich habe einen Teil davon dann am nächsten Tag mit in die Arbeit genommen. Leider ist mir dabei aufgefallen, dass der Rettich noch Wasser gezogen hat. Darum war er nicht mehr ganz so frisch wie einen Tag zu vor.

Deswegen habe ich mir gedacht, dass ich aus dem letzten Rest noch „Bratkartoffeln“ mache. Dazu habe ich den Rettich abgetupft und abgetrocknet. Und in eine heiße Pfanne mit Fett gegeben. Dann von allen Seiten gut angebraten und mit etwas Speck serviert.

Es war auch ein leckeres Gericht, allerdings glaube ich auch hier, dass es frisch noch besser gewesen wäre.

Mein Fazit:

Der Rettich ist wirklich ein Kartoffelersatz, sofern er frisch zubereitet und serviert wird. Vielleicht habe ich auch einfach etwas falsch gemacht. Ich bin mir da nicht so ganz sicher, aber ich weiß eins: Mit dem Rettich werde ich noch weiter experimentieren und natürlich hier vorstellen. Seid also gespannt.

 

3 thoughts on “Nachgekocht: Rettich als Kartoffelersatz

  1. Wie wäre es denn, den Rettich anstatt im Salzwasser zu kochen, einfach im Kartoffeldämpfer zu dämpfen? Dann zieht er nicht so viel Wasser. Oder schmeckt er dann scharf?

    1. Hallo Ulrike,

      tatsächlich zieht das Wasser die Schärfe aus dem Rettich. Da ich allerdings keinen Kartoffeldämpfer habe, kann ich dir nicht sagen ob das nicht eventuell auch klappt.
      Grunsätzlich sage ich gerne: Wer nicht wagt der nicht gewinnt. 🙂

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