Specials in der Low-Carb-Küche

Nach all den Rezepten auf meiner Seite habe ich mir gedacht ich schreibe mal einen Beitrag über „Specials in der Low-Carb-Küche“. Zutaten, von denen man meist vor der Ernährungsumstellung noch nichts gehört hat.

Davon gibts viele. Aber ich kann euch beruhigen. Man kann auch ohne diese Zutaten durchaus lecker kochen. Aber dennoch erleichtert das ein oder andere den Alltag.

Viele stellen mir oft die Frage, ob ich die Zutat durch eine andere ersetzen kann, oder ob man das wirklich braucht.

Grundsätzlich kann ich diese Fragen auch vorab pauschal und etwas plump beantworten:

Ich bin ein Food-Blogger und mache das alles in meiner Freizeit. Oft gelingt mir das Rezept beim ersten Mal, manchmal nicht. Das ist der Grund weswegen ich nicht sicher sagen kann, ob man eine bestimmte Zutat durch eine andere ersetzen kann, außer es ist der Fall eingetroffen, dass es bei mir gründlich in die Hose ging.

Oft kann ich nur schätzen und mit der Erfahrung, die ich mittlerweile gesammelt habe, Tipps geben. Das wird aber nie eine Gelinggarantie sein. Und bitte daher um Verständnis.

Nichts desto trotz möchte ich versuchen die ein oder andere Zutat hervorzuheben. Ich werde den Beitrag auch immer wieder erweitern damit irgendwann eine nette Sammlung entsteht

Die Specials:

Guarkernmehl:

Ich glaube das Guarkernmehl; ist die Zutat bei der die meisten Menschen fragen ob man sie ersetzen kann. Ich muss gestehen, dass ich sehr froh über Guarkernmehl bin, denn es ersetzt in normalen Gerichten die Stärke zum Binden von Soßen oder Ähnliches. Allgemein ist es sehr ergibig da 1 Teelöffel etwa 200 ml Wasser binden kann.

Der ein oder andere Leser war schon etwas abgeschreckt, weil er es schon in Fertigprodukten gesehen hat. Ich kann euch aber beruhigen. Das Guarkernmehl ist eine natürliche Zutat die aus der Guarpflanze gewonnen wird. Hauptsächlich wird die Pfanze in Indien und Pakistan angebaut. Die daraus gewonnene Guarbohne wird dann zum bekannten Guarkernmehl gemahlen und verarbeitet.

Kaufen könnt ihr das Guarkernmehl online aber auch im Reformhaus, Bioladen oder milterweile in gut sortierten Supermärkten.

Ersetzen könnt ihr diese Zutat zum Beispiel durch Johannisbrotkernmehl und Zitrusfasern. Beide Alternativen weißen eine ähnliche Bindung auf.

Xucker:

Oder sollte ich schon besser sagen die Xucker-Familie? Wer trotz Ernährungsumstellung eine Naschkatze ist wird wohl kaum an Xucker vorbei kommen. Die Berliner Firma stellt unter dem Namen mitlerweile allerei zuckerfreie Produkte her, alle auf der Basis von Xylit und Erythrit. Aber hier möchte ich garnicht so viel erklären, denn es gibt ein Video welches die zwei Stoffe wunderbar erklärt:

 

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Leider hat der Ausstauschstoff einen Nachteil. Er schmeckt immer etwas kühl. Ich persönlich nehme daher lieber Xucker aus Xylit, da der kühle Geschmack nicht so sehr durchdringt. Wenn nicht anders angegeben kann man in meinen Rezepten den Xucker aber auch durch Xucker light ersetzen.

Mitlerweile gibts die zwei Produkte auch im DM oder bei Rossmann.

Schokodrops:

Zu dem Sortiment von Xucker gehören auch Schokodrops die es in Zartbitter und mit weißer Schokolade gibt. Diese nehme ich für Alle Backwaren die geschmolzene Schokolade benötigen. Aber auch als Einlage oder Verzierung sind sie geeignet.

Wer sich aber durch das ganze Xucker-Sortiment wühlen möchte dem empfehle ich entweder Amazon oder www.xucker.de

Nussmehle:

Die gibt es wie Sand am Meer. Und am Anfang weiß man garnicht so genau für welches man sich nun entscheiden sollte. So ging es mir auch und ich habe zwischenzeitlich über zehn verschiedene Sorten im Haus gehabt. Mitlerweile habe ich mich 4 – 5 beschränkt. Immernoch sehr viele, so im Gegensatz zu früher.

Die Nussmehle entstehen aus der Gewinnung von Ölen. Somit ist das Mehl eigentlich nur eine Art Überbleibsel. Aber ein sehr Gutes. Die wohl wichtigsten Mehle in der low carb Küche sind wohl: Mandelmehl, Kokosmehl und Leinsamenmehl.

Mandelmehl:

Das Mandelmehl ist wohl das beliebteste Mehl in der Low-Carb-Küche. Aber auch eins der am Teuersten. Es gibt verschiedene Varianten und Hersteller des Mehls. Auch die Preisunterschiede sind gravierend. Darum kann ich euch kein bestimmtes Mehl empfehlen. Meistens durchforste ich das Netz nach den günstigsten Angeboten. Dabei achte ich aber nur darauf ob es hell oder dunkel ist.

Der Unterschied zwischen hell und dunkel ist, dass beim dunklen Mandelmehl die Schale mitverarbeitet wurde. Das bringt einen herberen Geschmack mit sich, aber auch die Farbe der Backwaren ist nicht so schön.

Was man bei den Backwaren mit Mandelmehl aber grundsätzlich beachten sollte, ist, dass es einen Marzipan-Geschmack haben kann. Darum empfehle ich es eher bei süßen Backwaren.

Kokosmehl:

Das Kokosmehl habe ich früher am liebsten verwendet, weil es einfach viele Ballaststoffe, wenig Kalorien und wenig Kohlenhydrate hat. Zumindest wenn ihr das Kokosmehl von AmanapranaDer Nachteil ist, dass es sehr viel Flüssigkeit entzieht und schnell trocken wirkt. Daher gibt es Leute die es lieben aber auch die die es hassen. Mitlerweile setze ich es eher sparsam ein. Aber einen Platz im Schrank hat es noch immer.

Das Mehl könnt ihr in gut sortierten Biomärkten oder im Internet

Leinsamenmehl:

Auch hier gibt es verschiedene Sorten zum einen das Leinsamenmehl, welches recht dunkel und herb ist, sowie das Goldleinsamenmehl welches milder im Geschmack ist. Beide Mehlsorten eignen sich für Brote oder herzhafte Backwaren. Ich empfehle hauptsächlich das Goldleinsamenmehl, da man es vielseitiger einsetzen kann.

Kaufen könnt ihr es online oder auch im Reformhaus.

Das war jetzt eine kleine Auswahl an den wichtigsten Mehlen. Für meine Rezepte empfehle ich diese Mehle im Haus zu haben. Denn ich mische für das optimale Ergebnis gerne mehrere zusammen.

Flohsamenschalen:

Die Flohsamenschalen sind die Schalen der Flohsamen. Ihren Namen haben sie tatsächlich, weil man ihnen nachsagt, dass sie aussehen wie Flöhe. Die Flohsamenschalen werden auch in der Apotheke als Quellmittel und Stuhlaufweicher gegen Verstopfung oder Durchfall benutzt. In der Lowcarb-Welt ist das eher ein positiver Nebeneffekt. Die Flohsamenschalen werden zwar auch zum Quellen benutzt, aber für viele Brote und Brötchen. Die Flohsamenschalen sorgen dafür, dass das Brot schön aufgeht und kleine Luftbläschen entstehen.

Kaufen könnt ihr die Flohsamenschalen online oder im Reformhaus.

Kartoffelfasern:

Kartoffelfasern klingt schon so „böse“. Es steckt hier zwar die Kartoffel drin. Allerdings getrocknet und ohne die Stärke. Es ist also auch irgendwie wieder ein Wegwerfprodukt aus der Stärke-Gewinnung. Was übrig bleibt ist der Geschmack und viele Ballaststoffe. Das kommt uns beim Backen und Kochen wieder zu gute. Denn die Kartoffelsfasern saugen viel Flüssigkeit auf. So eignen sie sich für Brote oder zum Binden von Soßen.

Kaufen könnt ihr es soweit ich weiß nur online. In einem Laden habe ich es bisher noch nie gesehen.

Chia-Samen:

Ja, das Superfood gehört auch auf die Liste. Auch hier gehts ohne aber für mich ist es irgendwie auch ein Lückenfüller. Man kann es über Salate und Joghurt streuen aber auch mit Wasser oder Milch einweichen und es zum Frühstück genießen. Gemahlen kann man sogar einen Pudding draus machen. Und wenn du mal keine Eier im Haus hast? Kein Problem. Dann werden die Chia-Samen gemahlen und mit Wasser eingeweicht und zum restlichen Teig gegeben. Ich bin begeistert von den Samen.

Mitlerweile bekommt man die Chia-Samen ja auch beim Aldi. Daher muss ich denke ich hier nicht mehr allzuviel schreiben.

Das war es erstmal von der Front. Nach und nach werde ich noch etwas hinzufügen. Habt ihr Wünsche? Soll es ausführlicher werden? Gefällt euch der Beitrag? Dann teilt es mir doch mit. 🙂

 

 

 

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4 thoughts on “Specials in der Low-Carb-Küche

    1. Hallo Annerl,

      ehrlich gesagt habe ich das Lupinenmehl noch nicht probiert. Ich hatte es zwar schon öfters in der Hand habe es dann aber wieder wegen den Kohlenhydraten zurück gelegt.

      LG

      Diana

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